Neu anlegen, duplizieren, Schnellprodukte oder Daten-Import?

Last modified by Bbugs on Sun, July 20, 2008 16:26
Source|Old Revisions  |  Back To Group

Konfigurierbare Produkte

Produkt für Produkt neu anlegen

Der Sinn von konfigurierbaren Produkten liegt auf der Hand. Ein Grundprodukt mit z.B. 5 Farben erfordert demnach 5 “Geisterprodukte” - Ich nenne Sie Geisterprodukte, weil sie ja oft in der Navigatiosstruktur unsichtbar sind, d.h. statt auf Katalog bzw. Katalog/Suche hat man ihnen den Visibility-Wert “Nirgendwo” zugewiesen. Als Geisterprodukte genießen Sie den vielleicht zweifelhaften Vorteil, dass man mit Ihnen etwas schlampiger umgehen darf [aber bitte nur, falls diese Produkte tatsächlich kein Eigenleben als selbständiges Produkt führen sollen].

Also: Gibt es neben einem roten Produkt ein Grünes, so übt es den Umgang, besonders, wenn man ganz neu mit Magento anfängt, wenn das grüne Produkt vom Fleck weg neu angelegt wird. Übung auch deswegen, weil einem vergessene Pflichtfelder daran erinnern sorgfältiger zu arbeiten (was später beim Datenimport von unschätzbarem Vorteil ist). Wir sind noch bei Simple Product

Duplizieren von Produkten

Wurde nun das rote, grüne und gelbe Produkt neu eingegeben, und liegen noch die pinken, grauen, blauen und andersfarbigen Produkte vor einem, so kommt ganz zwangsläufig die sinnige Frage: Gibt es da vielleicht einen einfacheren Weg? Die Antwort ist JA!. Sie liegt im duplizieren des Produkts. Hierbei werden die wesentlichen Parameter des Produkts übernommen und man erhält die Gelegenheit die einzigartige Artikelnummer (SKU) neu zu vergeben und die Varianten an entsprechender Stelle einzugeben. Wir sind immer noch bei Simple Product

Schnellprodukte anlegen

Bis jetzt war die Welt eine Scheibe. Allerdings zeigt uns die Praxis, dass Sie nicht so eindimensional ist. Zu Farben kommen Größen und damit vervielfältigen sich die Produkte ein weiteres Mal. Im ungünstigsten Fall haben alle Farben alle Größen d.h. Farbe x Größe = Produktanzahl ... Nunja! Farbe und Größe wurden als Attribute angelegt und vielleicht zum Attributset meine_mode zusammengefasst. Vielleicht wurde das gelbe T-Shirt mit der Größe S als Simple-Product angelegt. Aber irgendwann sollen sie zusammengebracht werden. Jetzt komme ich endlich zu Configurable-Products. Ganz unten, bei dieser “Produktsorte” stehen die verknüpfbaren Produkte (dies sind für mich die Geisterprodukte, sofern sie bei Simple-Products auf Visibilty “Nirgendwo” gestellt wurden). Ich suche sie über den Filter und verknüpfe sie mit einem Ja - Sie stehen ab jetzt zur Verfügung. Aber nur, wenn alles richtig lief und ich die Auswahl wenigstens abgespeichert habe. Was aber viel wichtiger ist und etwas mehr mit dem Thema zu tun hat, ist ein hilfreiches Feature, das sich hinter diesem Navigationspunkt verbirgt. Hier sind sie: Die schlampigen Schnellprodukte. Schlampig ist hier super positiv gemeint. Denn die Schnellprodukte ersparen uns eine Menge Eingabearbeit, weil sie sich auf das wesentliche beschränken.

Zwischenfazit

gegenüber der direkten Eingabe ist duplizieren 3x so schnell und Schnellprodukte für konfigurierbare Produkte sind nochmal doppelt so schnell. Dies ist nicht das Ende der Reise, weil die Welt häufig mehr als zweidimensional ist.

Multilevel Konfigurationsprodukte

Wer das eine oder andere Produkt hat, das aus vielen, z.B. 5 Attributen besteht (wobei das erste Attribut vielleicht 5 Varianten hat, eins 3 und die übrigen 3 Attribute nur noch aus 2 Varianten bestehen, der kommt rechnerisch auf einen verzweigten Baum mit 120 Blättern (5x3x2x2x2), sofern alle Varianten belegt werden können). Obwohl das Arbeiten mit Magento Spaß macht, sind 120 Produkte auch für die Schnellprodukt-Methode eine Ochsentour (auch wegen der Web 2.0-Gedenkpausen ⇒ Speichern und Kaffeemachen gehen). An dieser Stelle kommt die letzte Methode zum Einsatz, die ich an dieser Stelle besprechen will.

Auch bei dieser Methode erhalten wir wieder einen Geschwindigkeitsvorteil. Im richtigen Augenblick eingesetzt, schalten wir von Impulsgeschwindigkeit auf Warp 2.0 ;-)

Spaß beiseite! Der Vorteil dieser Methode liegt wo anders! Denn wir können den Datenimport offline vorbereiten! Ich empfehle allerdings eine sorgfältige Planung, dies sollte auch den Misserfolg und zweiten Versuch einschließen.

Ein für mich gangbarer Weg

Zunächst einmal ist es sinnvoll sich eine MASTERDATEI für den Datenimport anzulegen. Was liegt also näher, als sich anzuschauen, wie Magento die bereits zu einem Produkt aufgenommen Daten organisiert. Es kann ja nicht ganz falsch sein, sich daran zu orientieren. Zu diesem Zweck habe ich die hinterlegten Exportfilter [zu finden im Admin unter SYSTEM »> Import/Export] benutzt. Wenig hilfreich ist der General-Abwasch-Filter, er hat zu viele Felder, die für Schnellprodukte gar nicht zur Verfügung stehen bzw. absolut nicht benötigt werden. Also zurück zur Produktübersicht und kurz geschaut, welche sinnvollen Felder und welche Pflichtfelder, denn die Geisterprodukte haben sollten. Die sollte man sich notieren. Ebenso sollte man sich notieren, wie die Attribute formuliert und belegt sind. Gibt es später Abweichungen, so habe ich beobachtet, dass diese Daten im Nirwana verschwinden. Jetzt geht man zurück zur Import/Export-Routine und legt ein neuen Exportfilter an [neues Profil hinzufügen].

Schritt für Schritt (Export)

  1. Name vergeben, z.B. meinTest
  2. Entitätstyp: Produkte
  3. Richtung: Export
  4. Shop: z.B. Voreinstellung
  5. Datentransfer: Local/Remotserver — wir holen uns die Daten via FTP
  6. Typ: Local Server
  7. Dateiname: meinTest
  8. Pfadt: var/export — das ist der Standard-Speicherort für diese Sachen
  9. Datenformat-Typ: csv/tab , am Besten mit " und , -separiert (Excel XML geht auch... habe ich probiert)
  10. Original Magento: Attributnamen in erster Zeile: JA (das hilft uns später)
  11. Export: nur zugeordnete Felder ⇒ Feldzuordnung (hier durch sparen wir später viel Zeit)
  12. in der Feldzuordnung nun die Pflichtfelder/Wunschfelder zuordnen
  13. dann noch genau den Export-Filter bestimmen.
  14. Profil speichern
  15. neu aufrufen und nach zeige Profil gehen und dort [zeige Profil] aufrufen
  16. die Profilausführung abwarten, d.h. das separate Fenster nicht vorher schießen
  17. mittels FTP gehen und meinText.csv herunterladen
  18. Datei über OpenOffice öffnen - mit Komma und Anführungszeichen und vor allem Zeichensatz: UTF8- Unterstützung.

Hierfür wählt man sinnigerweise die Produktorganisation, die man schon für die Dateneingabe benutzt hat (also nicht unbedingt default, wenn man auch die Attribute haben möchte.) Auch hier braucht man nicht alle Felder (wenigstens dann nicht, wenn es sich um Geisterprodukte handelt). Jetzt hilft uns die Liste, die wir vorher angelegt haben. Für die Vorlage zur MASTERDATEI sollten alle Pflichtfelder und alle sinnvollen Eingaben bereitstehen, genau diese Felder wählen wir über die Feldzuordnung aus. Wenn der Export gestartet ist, wird die Datei im var/export-Verzeichnis auf dem Server abgelegt. Dort holt man sie sich (z.B. via FTP) ab und benutzt die Exportdaten für den Aufbau seiner Importdatei. Hier mal die Datei zum ansehen: Sie enthält ein paar Beispielprodukte, die nach dem Export als CSV-Datei heruntergeladen wurden. In Zeile 11 habe ich * und # eingefügt, d.h. sie waren nicht Teil des Exports. Die Sterne haben den Sinn zu verdeutlichen, dass es sich um notwendige Felder handelt, während das Doppelkreuz eine für mich sinnvolle Ergänzung darstellt. Es ist wichtig zu verstehen, dass man zwar beliebige Daten runterladen kann, wenn man sie jedoch importieren will müssen die Pflichtfelder ausgefüllt werden. Sonst erhält man eine Fehlermeldung:

Zurück zur exportierten Datei. Sie sollte mit einem Tabellenkalkulationsprogramm im Zeichensatz UTF-8 geöffnet werden (ich bevorzuge OpenOffice). Die Tücke beim öffnen von Daten mittels Tabellenkalkulationsprogrammen kann darin liegen (dies ist eine weitere Fehlerquelle), dass z.B. Zahlenformate in das länderspezifische Format abgewandet werden und dies später beim Import Probleme machen kann, weil die Magento-DB möglicherweise eine Dezimalzahl als 123.00 statt 123,00 erwartet. Ich begegne diesem Problem damit, dass ich die entsprechende Spalte als englisches Zahlenformat definiere.

Was habe ich also von der CSV-Datei und der genauen Kenntnis, wie die genaue Schreibweise der Attributeinträge ist? Ich habe eine Basis mit der ich arbeiten kann! Nehmen wir an, man müsste für ein Konfigurationsprodukt noch 10 weitere Artikel produzieren, wobei sich aber möglicherweise die meisten Felder gleichen und vielleicht nur die Farben ändern. Dann könnte man über alle Spalten kopieren, nur noch die Farbwerte austauschen und für jedes Produkt eine einzigartige Artikelnummer (SKU) vergeben. Wenn ich jetzt darauf aufgepasst habe, dass kein Pflichtfeld fehlt und auch die Dezimalzahlen das richtige anglo-amerikanische Format haben, und die Datei als UTF-8 abgespeichert habe. Kann ich diese Datei z.B. via FTP in das Verzeichnis var/import hochladen (möglicherweise sind noch die Dateirechte mittels hochzusetzen [LINUX: CHMOD], damit die Daten gelesen werden können.)

Fortsetzung folgt:




 

Magento 2 GitHub Repository

Magento Job Board - Some sort of tag line goes here

Latest Posts| View all Jobs