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Gesetzliche E-Commerce Regelung in Österreich und Deutschland
 
LupusC
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Vorweg muss ich sagen, dass ich durch Zufall über Magento gestolpert bin. Ich bin nämlich auf der Suche nach einer Alternative zu osCommerce/xt-Commerce. Zum Installieren bin ich leider noch nicht gekommen, habe aber vorab mal die folgende Frage.

Wie sieht es eigentlich mit der Anpassbarkeit an die österreichische ( und deutsche) Gesetzgebung bezüglich E-Commerce Recht/Konsumentenschutzgesetz aus? Also die Belehrung über das Widerrufsrecht, die Regelung der Rücksendekosten, Downloadbarkeit ( und Speicherbarkeit) der AGB.

Eine statische Seite zu machen ist zu wenig, denn die Bestätigung über die Kenntniss des Rücktrittsrechtes und der allgemeinen Geschäftsbedingungen MUSS man zwingend mit einer Checkbox bestätgen müssen, damit es hinterher keine unliebsamen Überraschungen gibt.

Ein großer Unterschied zwischen A und D ist unter anderem, dass man dem Verbraucher IMMER die Rücksendekosten verrechnen kann, wenn dies Vertraglich vereinbart ist [1]

Danke für Eure Antwort.

P.S. Wie Ihr vielleicht bemerkt habt, komme ich von einem Land südlich der Weißwurstgrenze, genannt Österreich.

[1] Österreichisches Konsumentenschutzgesetz §5g Abs. (2)
“An Kosten dürfen dem Verbraucher nur die unmittelbaren Kosten der Rücksendung auferlegt werden, sofern die Parteien dies vereinbart haben.”

 
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73inches
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Grundsätzlich ist alles Möglich smile

Um es etwas genauer zu definieren: Die Dateistruktur auf die Magento aufbaut, das Zend Framework, lässt Weiterentwicklungen und Abänderungen zu, ohne dabei den Kern zu verändern. Somit ist selbst ein stark angepasstes System i.d.R. noch updatefähig.

Da, wie man ja sieht, die deutsche Community sehr engagiert ist, wird es eine eingedeutsche Version geben. Sowohl sprachlich, als auch rechtlich angepasst. Vieles bringt Magento aber auch schon out-of-the-box mit. Probier es einfach aus. Die Light-Version ist gute 6 MB schwer und schnell installiert. Wenn du ein fertig eingerichtetes System willst, gibt es eine Version mit Demo-Shop. Jedoch ist dieser mehr als 10x so groß.

Gruß, 73inches

 
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thelackier
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LupusC - 23 September 2007 12:10 AM

Vorweg muss ich sagen, dass ich durch Zufall über Magento gestolpert bin. Ich bin nämlich auf der Suche nach einer Alternative zu osCommerce/xt-Commerce. Zum Installieren bin ich leider noch nicht gekommen, habe aber vorab mal die folgende Frage.
[1] Österreichisches Konsumentenschutzgesetz §5g Abs. (2)
“An Kosten dürfen dem Verbraucher nur die unmittelbaren Kosten der Rücksendung auferlegt werden, sofern die Parteien dies vereinbart haben.”

Hey LupusC,
ich denke, dass auf jedenfall eine Deutscher Version von Magento, angepasst für den deustchen Markt geben wird. Wir sind ja schon kräftig dabei. Die Regeleungen aus Östereich sind dann nur noch eine Kleinigkeit. Ihc bin da guter Dinge. Viele Kaffe viel Zeit und es wird bald ein lauffähiges System geben, dass in Deustchalnd und Östereich auch rechtssicher sein wird.

 
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LupusC
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thelackier - 23 September 2007 12:10 AM

… Wir sind ja schon kräftig dabei. Die Regeleungen aus Östereich sind dann nur noch eine Kleinigkeit. Ihc bin da guter Dinge. Viele Kaffe viel Zeit und es wird bald ein lauffähiges System geben, dass in Deustchalnd und Östereich auch rechtssicher sein wird.

Danke, klingt gut. Aber wie wird die Rechtssicherheit gewährleistet? Meiner Ansicht nach kann das nur ein Anwalt, oder man lässt den Shop z.B. von einer Interessenvertretung überprüfen (in Österreich vielleicht die Kammer für Arbeiter und Angestelte, AK ?). Ich hab durch mein Studium auch eCommerce Recht gemacht, aber die Hand ins Feuer würde ich nicht für eine letztverantwortliche Rechtssicherheit legen, ohne mir vorher noch Brandsalbe organisiert zu haben.

Den Weg zur Rechtssicherheit vorbereiten könnte ich, aber letztendlich eine rechtsgültige Endverantwortung würde ich nie übernehmen. Die sollte bei jedem Shopanwender selbst liegen.

 
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thelackier
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LupusC - 23 September 2007 11:08 PM

Den Weg zur Rechtssicherheit vorbereiten könnte ich, aber letztendlich eine rechtsgültige Endverantwortung würde ich nie übernehmen. Die sollte bei jedem Shopanwender selbst liegen.

Ich denke ebenfalls, dass die Sicherheit auf Seiten des Betreibers liegen sollte. Aber wenn wir schonmal grundlegende Dinge, die in Magento implemetiert werden sollten beachten ist eien Veränderung, auf die aktuelle Rechtslage nihct mehr so umständlich. Ich fänds klasse, wenn du die rechtlichen Sachen für Östereich und Deutschalnd vorbereiten könntest. Damit würdest du der COmmunity bestimmt viel Arbeit abnehmen.

 
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lopsta.com
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In der Wiki gibt es einen Bereich, wo genau dieses Wissen gesammelt wird.

http://www.magentocommerce.com/wiki/German-Ecommerce-Regulations/

 
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LupusC
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lopsta.com - 23 September 2007 11:52 PM

In der Wiki gibt es einen Bereich, wo genau dieses Wissen gesammelt wird.

http://www.magentocommerce.com/wiki/German-Ecommerce-Regulations/

Eben, Germany und nicht Austria. Obwohl vieles an der Methodik gemeinsam ist, sind doch die Inhalte und Gesetze verschieden. Deswegen würde ich D und A nicht in einem Wiki Thread zusammenfassen. Das verwirrt meines Erachtens nur. Überhaupt die Entwickler.

Da ich Österreicher bin, möchte ich eigentlich nur die Regelungen meines Landes vorbereiten. Für D bin ich rechtlich nicht so ausgebildet.

 
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Tillo
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Nur mal so am Rande: Die gesetzlichen Regelungen gelten in der gesamten EU mit nur marginalsten Unterschieden. Selbst in Ländern, die nicht der EU angehören, gibt es vergleichbare Richtlinien und Vorschriften. Wir sollten also nicht von einer eingedeutschten Version, sondern von einer europäisierten Version reden. Die kleinen UNterschiede wie z.B. bei der Widerrufsfrist (D = 2 Wochen, A = 7 Tage usw.) kann ja wohl jeder Betreiber selbst in seinen Text reintippen.

 
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LupusC
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Diese marginalen Unterschiede machen es aus. In D trägt z.B. der Händler die Rücksendekosten bei Waren unter 40 Euro. In A kann dies aber laut KSchG §5g (2) sehr wohl dem Konsumenten auferlegt werden.

Zitat: “(2) An Kosten dürfen dem Verbraucher nur die unmittelbaren Kosten der Rücksendung auferlegt werden, sofern die Parteien dies vereinbart haben.”

Ausserdem unterscheiden sich die Hinweise auf die Gesetzestexte. Die sollte der Shopbetreiber aber nicht selber eintippen müssen

 
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Tillo
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Das sind alles Dinge, die in TEXTEN stecken und nicht in Funktionen. Insofern ist es Sache des Shopinhabers, dafür zu sorgen, dass seine eingestellten Texte in Ordnung sind. Funktionell gibt es in den EU-Ländern keine Unterschiede mehr. Zumal durch Rechtsabkommen sogar ganze Handels- und Steuervorfälle bis hin zu Gerichtsständen und Vollstreckbarkeit international geregelt sind. Die Sicht darfst Du nicht nur auf den reinen Fernabsatz (z.B. EGG) beschränken, denn es gibt auch eine länderübergreifende Handelswelt außerhalb des Internets, die hier zu 100% mit reinspielt. Schon mal was vom Lausanner Abkommen gehört? Das ist nur ein länderübergreifendes (Handels-)Rechtsabkommen von vielen, die auch jeden Onlinehändler treffen.

Insgesamt ist es völlig egal, wo ein Kunde oder Händler innerhalb der EU ansässig sind, denn es gelten für alle die gleichen Gesetze, nur mit ganz winzigen Unterschieden wie die bereits angesprochenen Formulierungen in dem einen oder anderen Text oder in einer Floskel eines Sprachdatensatzes. IMO gibt es auch in vielen anderen Projekten Deutsch-Germany, Deutsch-Austria und Deutsch-Switzerland usw., in denen länderspezifische Begriffe stecken.

Letztendlich gilt es doch zuerst einmal, die Funktionen des Shops so anzulegen, dass er in jedem EU-Land verwendet werden kann. Erst im nächsten Schritt stehen dann sprachliche Dinge auf der Roadmap. Funktionell kann doch alles drin sein, was irgendwo in Europa Verwendung findet. Und wer die eine oder andere Funktion nicht braucht, benutzt Sie halt nicht. Hier ist lediglich die Intelligenz der Programmierer gefordert, die Soft so anzulegen, das man Funktionen, die man im Einzelfall nicht braucht, abschalten kann. Basta.

Für jedes Land eine eigene Version zu basteln, ist doch Unsinn. Wer soll das in Zukunft pflegen?

Ob jetzt ein Ösi einen Link auf den Firmenbucheintrag benötigt und der Rest von Europa nicht, ist doch kein Problem. Ist der Eintrag (Link) im Programm angelegt, wird er angezeigt, ist der Eintrag leer, sieht man nix.

Also “stay tuned” und macht jetzt nicht für jedes Land eine Spezialversion, das führt zu nix außer zu sehr viel unnötiger Extraarbeit.

 
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Rico_Neitzel
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Da muss ich Tillo recht geben.

Man sollte ggf. mal Kontakt mit einem Rechtsvertreter aufnehmen, der einem hier für die Deutsch-Deutschland-Version die rechtsverbindlichen Normen vorgibt.

Die Österreicher und Schweizer sollten selbiges ebenfalls tun. Somit können wir nach der ersten Übersetzung ins Deutsch-Deutschland und deren endgültige Freigabe dann die Varianten für die Schweiz und Österreich anlegen.

Meine Idee wäre auch, dass man Additional-Languagepacks baut. Sprich: Basis ist Deutsch-Deutschland, und AddPack ist Deutsch-Österreich - im AddPack sind dann nur die UNTERSCHIEDE enthalten, sodass bei Standard-Text-Updates nicht auch die Österreicher und Schweizer eine komplett neue Version brauchen.

?

LG rizi

 
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"Stay tuned” stimme ich voll zu.Nur sprichst du von der Seite der Umsetzung und ich vom Inhalt. Klar, dass man versucht die Wartbarkeit so optimal wie möglich zu gestelten.

Ich sehe es trotzdem als nicht unwichtig an, die gesetlichen Regelungen länderspezifisch aufzulisten. Denn dann können die Systemdesigner sehen was gleich ist und wo die Unterschiede sind. Nichts anderes. Ich hab nie ein eigenes Modul gefordert, sondern meine Intention war, dass die österreichische Lage auf einer Seite zusammengefasst ist.

 
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Tillo
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Hi LupusC und rizi,

offensichtlich ist es nicht bei euch angekommen, dass man in der EU keinerlei länderspezifischen Unterschiede mehr braucht. Es gibt im gesamten E-Commerce und sonstigen rechtlichen Regelungen praktisch keine Unterschiede mehr, die man irgendwie im Programm berücksichtigen muss. Das geht aus dem EGG und einer Menge weiterer Gesetze und längerübergreifender Regelungen hervor.

Mir sind z.B. zwischen D, A und dem Rest der EU sowie der Schweiz nur feine Unterschiede bekannt, die man ganz einfach innerhalb zu publizierender Texte (AGB, Widerrufsbelehrung usw.) schreibt. Im Funktionsbereich hat das keinerlei Auswirkungen mehr.

Zudem ist es völliger Unsinn, für Länder funktionelle Unterschiede zu programmieren, wenn man das auch damit erreichen kann, dass man alles einbaut und optionell verwenden kann. Selbst die unterschiedlichen Adressformate kann ein gewiefter Programmierer so gestalten, dass man alles drin hat und je nach Land switchen kann. So einfach ist das. Da bedarf es keiner funktionellen Lokalisierungen mehr.

Merke: Der kluge Programmierer macht sich nur soviel Arbeit wie unbedingt nötig und vermeidet es so weit als möglich, mehrere Versionen parallel zu pflegen.

 
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LupusC
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Tillo - 17 October 2007 02:36 AM

Merke: Der kluge Programmierer macht sich nur soviel Arbeit wie unbedingt nötig und vermeidet es so weit als möglich, mehrere Versionen parallel zu pflegen.

IMerke: Ich hab nicht aus der Programmierersicht gesprochen, sondern aus der Designsicht, also eine Schicht über dem Programmieren. Und da sind die Unterschiede relevant.

 
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Tillo
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@LupusC:
Klares NEIN, man braucht kein unterschiedliches Layout/Design. Alles was an klitzekleinen Unterschieden, z.B. in Adressendarstellungen - nötig ist, kann man in dynamische Templates packen und je nach Region entprechend anzeigen lassen. Magento arbeitet mit PHP und Ajax, da ist sowas praktisch schon Standard. Wer programmiert denn die Layouts? Ist zwar eine andere Ebene als der Funktionscode, aber dennoch in vielen Teilen Kernbereich der Programmierung.

Fakt ist allerdings, dass die Amis schon immer Probleme hatten, die Anforderungen der übrigen Welt richtig umzusetzen. So hoffe ich, dass Magento von der Grundanlage so gestaltet wird, dass eben keine regionalen Version entstehen müssen. Wenn Varien seine Hausaufgaben für ein weltweites System ordentlich macht, brauchen wir über die vorgenannten Dinge wirklich nicht mehr zu diskutieren. Tun sie das nicht, gibt es wieder - wie bisher in fast jedem OS-Projekt - viel unnötige Beschäftigungstherapie für Codekiddies.

Das wäre dann aber auch ein Kriterium, das den Erfolg von Magento nachhaltig schmälern und den Trend zu Forks verstärken kann. Wäre schade drum.

Wir entwicklen seit gut 10 Jahren hochwertige Businesslösungen, also auch Shops, verkaufen die in der halben Welt und haben Regionalversionen noch nie gebraucht.

 
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kein-nickname
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Ich würde hier vielleicht empfehlen, sich mal mit TrustedShops in Verbindung zu setzen. Die sind eigentlich immer am Puls der Zeit. Wenn man das Zertifikat möchte, muss man seinen Shop ja nach deren Handbuch ausrichten! Welches übrigens sehr gut ist!

Es gibt zuviele Änderungen die keine Shopbetreiber im täglichen Betrieb überblickt.

Erst im Herbst 2007 hat das OLG Karlsruhe entschieden dass der Kunde bei Widerruf auch die Hinsendekosten erstattet bekommt. Dieses Urteil ist vielen Shopanbietern noch absolut unbekannt. Selbst ich muss hin und wieder bei einem Widerruf dem Shopbetreiber darauf aufmerksam machen mir die Hinsendekosten zu erstatten. Wie sinnvoll diese Urteil ist mag jeder für sich selbst entscheiden. Fakt ist natürlich dass jeder Shopbetreiber diese entstehenden Kosten absofort in seine Kalkulation einrechnen muss.

 
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